skip to Main Content
Ein Projekt des SV-Bildungswerks

News

Damals (Juli 2019): Umweltausschuss plädiert für Videokonferenzen statt Inlandsflügen

  • NI.MA
  • Allgemein, Klimawelt


mmmhhh… Irgendwie klingt diese Meldung wie aus einer anderen Zeit: Vor neun Monaten plädierte der Umweltausschuss des Bundestages für mehr Videokonferenzen statt dienstlicher Flüge zwischen Berlin und Bonn. Seit dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin ha­ben viele Ministerien in beiden Städten Fachleute. Sie reisen zum Beispiel zu Ausschusssitzun­gen an, wenn ihre Expertise gebraucht wird. Das bedeutete in 2019 ca. 2.940 Inlandsflüge allein für das Umweltministerium. Noch 2018 waren es über alle Ressorts hinweg über 229.000 (!).

Auch wenn das Umweltministerium im letzten Jahresdrittel die Flüge zwischen Bonn und Berlin auf knapp 430 reduzieren konnte dank einer »Vorrangsregelung« für Fahrten mit der Bahn, könnte die Corona-Krise hier klimaschutztechnisch Pionierarbeit geleistet haben: Was bisher undenkbar schien (standardmäßig Videokonferenzen), ist derzeit gang und gäbe. Wenn nun weiter daran gearbeitet wird, Serverparks und Videostreaming-Plattformen mit grünem Strom zu betreiben, das Bahnfahren insgesamt viel attraktiver gegenüber (Inlands-)flügen zu machen und staatliche Hilfen an Klimaschutzziele* zu knüpfen, hat die Coronakrise zumindest in diesem Teilaspekt etwas Positives bewirkt. Wie Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf dem Petersberger Klimadialog äußerte: »Um uns besser gegen künftige Krisen zu wappnen, brauchen wir einen klimafreundlichen Neustart der Wirtschaft. Unser Leitbild ist nicht die alte, sondern eine bessere Welt, die krisenfester und klimaverträglicher wirtschaftet.« Praise be.

~ – – – – ~ – – – – ~ – – – – ~ – – – – ~ 
* Derzeit läuft ein Appell von Campact, der die Regierung genau dazu auffordert: »Wir fordern: Unternehmen dürfen nur Staatshilfen erhalten, wenn sie … einen verbindlichen Klimaschutzplan vorlegen, der sie an das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens bindet«

Back To Top