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Ein Projekt des SV-Bildungswerks

Methodenkoffer

Speziell für dich ausgewählt

Neben den individuell zugeschnittenen Inhalten spielen in Seminaren und Workshops die angewendeten Methoden eine entscheidende Rolle. Im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimaschutz gibt es Methoden, die gut, andere, die weniger gut funktionieren. Wir haben deshalb empfehlenswerte Methoden in unserem »Methodenkoffer« zusammen gestellt, die besonders gut in unseren thematischen Kontext passen und die dir und deiner Co-Teamer*in bei eurer Workshop-Planung helfen können.

Wenn du Fragen zu den einzelnen Methoden und ihrer Anwendung hast, kontaktiere uns gerne. Wenn du einen Workshop teamst, sprechen wir die einzelnen Inhalte und Methoden vorab mit dir durch.

Dieser »Methodenkoffer« ist »Work in Progress« und wird zeitnah um weitere Methoden und zusätzliches Material ergänzt – also immer mal wieder vorbeischauen. Gerne schreib uns deine präferierten Methoden, dann stellen wir sie hier allen zur Verfügung!

Kennenlern-Bingo

10 – 20 Min. | ab. 10 Personen | Einstieg ins Thema, Kennenlernen

Das »Nachhaltige Kennenlern-Bingo« ist besonders gut für Gruppen geeignet, die sich noch nicht gut kennen. Gleichzeitig regt es zum Diskutieren und Nachdenken über den Themenkomplex Klimawandel an.

Die Workshopleitung bereitet Zettel vor, auf denen ein Bingo-Feld (z.B. 5 x 5 Felder) gezeichnet ist. In jedem Feld stehen bestimmte Aussagen zum Thema. Jede*r Teilnehmende erhält einen Zettel und ein Stift.

Auf ein Zeichen beginnen die Teilnehmenden, sich im Raum zu bewegen und Personen zu finden, bei denen eine der jeweiligen Aussagen zutrifft.

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Der Name wird dann im jeweiligen Feld notiert und die Teilnehmenden suchen weitere Personen. Wer als erstes eine Diagonale, Horizontale oder Vertikale Reihe »voll« hat, ruft »Bingo« und hat das Ziel erreicht. Pro Reihe darf jeder Name nur einmal vorkommen. Für alle anderen kann es noch auf unbestimmte Zeit weitergehen.

Die Anzahl der Felder (gleichmäßig, also 5 x 5 oder 7 x 7) richtet sich nach der Größe der Gruppe und dem Zeitrahmen. Je größer die Gruppe und je länger die Dauer der Methode, desto größer die Tabelle. Die Aussagen in den Feldern können je nach Gruppe, Alter der Teilnehmenden, Schwerpunkt des Workshops und Vorkenntnissen abgewandelt werden.

Mögliche Fragen bzw. Aussagen könnten sein: »Ich ernähre mich vegan« oder »Ich fahre mit dem Fahrrad zur Schule«. Je nach Schwerpunkt und Alter der Teilnehmenden kann die Seminarleitung Fragen entwickeln.

Klima-Tabu

ca. 20 Min. | ab. 8 Personen | Einstieg ins Thema, Wissen auffrischen

Klima-Tabu eignet sich besonders dafür, um Wissen in der Gruppe wieder aufzufrischen und einen spielerischen Einstieg ins Thema zu finden. Die Workshopleitung bereitet mindestens 20 Tabu-Spielkarten vor, auf denen jeweils der zu erratende Begriff steht, sowie vier Begriffe, die während des Erklärens nicht genannt werden dürfen.

Die Teilnehmenden werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe einigt sich auf eine Person, die mit dem Erklären beginnt. Es ist ihre Aufgabe, innerhalb einer Minute den anderen Mitgliedern ihrer Gruppe so viele Begriffe wie möglich zu erklären, ohne dabei die nicht zu nennenden Begriffe auszusprechen.

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Jede Runde sollte sich eine andere Person aus der Gruppe im Erklären probieren. Die zwei Gruppen wechseln sich mit Raten ab. Bei Bedarf kann die Workshopleitung nach jeder Runde eine ergänzende oder korrigierende Erklärung zu den Begriffen geben. Entweder wird die maximale Rundenanzahl festgelegt (und dann die Punkte gezählt) oder es wird so lange gespielt, bis alle Karten verspielt sind (die Gruppe mit den meisten Karten gewinnt).

Beispiele:

Begriff: Treibhauseffekt
Tabu: wärmer | Atmosphäre | CO2 | Klimawandel

Begriff: Peak Oil
Tabu: Ölförderung | Maximum | Erneuerbare Energien | Wirtschaft

Ökologische Traumschule

ca. 60 Min. | ab. 2 Personen | Ideensammlung, Kreativarbeit, Visionsarbeit

Die Teilnehmenden erhalten Papier (min. A3) und Stifte (Buntstifte, Wachsmalstifte…). Ggfls. kann leise Hintergrundmusik angemacht werden. Die Teilnehmenden werden gebeten, ihre ökologische Traumschule aufzumalen und sich dabei nicht in ihrer Kreativität einzuschränken.

Wenn vor dieser Methode keine Zeit für eine Traumreise besteht, sollte die Workshopleitung die Aspekte, auf die sich die Teilnehmenden beziehen können, vorher nennen und visualisieren: Mobilität/Verkehr, Ernährung/Essen, Energie, Ressourcen, Lernatomsphäre, Bildungsvielfalt, Beteiligung…

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Abschließend stellen sich die Teilnehmenden gegenseitig ihre Traumschulen vor und erklären die ökologischen Aspekte ihrer jeweiligen Zukunftsschule.

Wenn die Gruppe sehr groß ist oder danach direkt Projektideen gesammelt werden sollen, kann es sinnvoll sein, die Teilnehmenden in Kleingruppen gemeinsam eine Vision von einer ökologischen Schule entwickeln zu lassen. Vorteil: Die Teilnehmenden mussten sich bereits auf einige wichtige Aspekte einigen und können sich zudem gegenseitig inspirieren.

Jede*r hat das Recht auf ein Auto!

ca. 30–40 Min. | ab. 10–25 Personen | Einstieg in die Themen »Klimagerechtigkeit« und »Ökologische Grenzen«

Die Methode bietet die Möglichkeit, dass Teilnehmende relativ schnell in die Diskussion kommen und über Konsumbedürfnisse, ökologische Grenzen und globale Gerechtigkeit diskutieren.

Der Text wird vorgelesen. Im Anschluss können die Teilnehmenden sich auf einer virtuellen Skala im Raum aufstellen. Das eine Ende beschreibt die Position »Niemand hat das Recht auf ein Auto«, das andere Ende »Jede*r hat das Recht auf ein Auto«. Nachdem sich alle aufgestellt haben, bittet die Workshopleitung einige Teilnehmende zu Wort (ein möglichst breites Spektrum). Die Teilnehmenden können nach jedem Beitrag ihre Meinung und Position ändern.

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Im Anschluss kann die Workshopleitung eine Diskussion im Plenum anleiten, die folgende Dimensionen thematisiert:
Die ökologische Dimension (natürliche Grenzen westlicher Wohlstandsmodelle)
Die rechtliche Dimension (globales Recht auf bestimmte Güter? Wer hat und erteilt dieses Recht?)
Die soziale Dimension (Befriedigung von {Grund-}Bedürfnissen für alle Menschen? Ist Verzicht nötig?)

Den Text, mögliche Fragen und Fallstricke für die Workshopleitung findest du bei Endlich Wachstum.

Quelle: FairBindung e.V. (Hrsg.): Endlich Wachstum! – Materialien für die Bildungsarbeit

Methodenquartett ›Ode an die Methode‹

Wenn du allgemein Interesse an diversen Methoden hast, können wir dir unser Methodenquartett ›Ode an die Methode‹ sehr empfehlen. Es beschreibt 32 Methoden (für acht Anwendungsbereiche von Kennenlernen über Auflockerung und Kooperation bis zu Feedback), passt in jede Hosentasche und ist immer eine gute Referenz. Und mit dem Kaufpreis von 3,90 Euro förderst du ganz nebenbei die Arbeit des SV-Bildungswerks – also eine rundum super Sache!

ODE AN DIE METHODE

Quartett mit 32 Methoden, von A wie »Alliterationsspiel« bis Z wie »ZIM-Papier«

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