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Ein Projekt des SV-Bildungswerks

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»Good Intentions« der Agrochemiekonzerne (Fakten & Mythen III)

  • NI.MA
  • Allgemein, Klimawelt


Wir sind zwar nicht Netflix, aber auch wir lieben Serien. 🙂 Deshalb haben wir kurzerhand beschlossen, aus unserer Beschäftigung mit Klimafakten, guten und weniger guten Informationsquellen und der Schwierigkeit, in komplexen Themengebieten wie z.B. »Klimawandel« den Überblick zu behalten, eine Serie zu machen: »Fakten & Mythen«.

In einem unserer letzten Beiträge widmeten wir uns u.a. dem Thema, als Nicht-Expert*innen verlässliche Informationen und Informationsquellen von weniger verlässlichen zu unterscheiden. Auch der immer stärker ansteigende Strom von Fake News wird Thema sein, genauso wie die Konsequenzen, die sich daraus zum Teil ergeben: Bedrohung von Journalist*innen und Aktivist*innen, und was das teilweise für zivilgesellschaftliches Engagement bedeutet. Hier liest du nun Teil III der Serie, alle Teile findest du (auch zukünftig) in der Suche unter »Fakten & Mythen«.

Auch wenn gute Intentionen noch keine gute Taten sind, ist es doch so, dass das Gegenteil – vorsätzlich Schlechtes Tun – auf jeden Fall »nicht gut« ist. So weit, so einfach.

Skandalös wird es, wenn Unternehmen mit Marktmacht und teilweise sogar Monopolstellung in der Öffentlichkeit vorgeben, »verantwortungsvolle, nachhaltige Unternehmen« zu sein, denen die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung und das Wohlergehen der Menschheit insgesamt Unterenehmensziel ist. Sie aber – in leichter Abweichung zu der »Good intention« – ihr Geld mit der Zerstörung von Natur und Menschen verdienen. Nicht zu vergessen, mit der Zerstörung von Menschen, die oft keine Stimme haben – arme Bauern in Indien oder Lateinamerika zum Beispiel, die in Unwissenheit um ihre Gesundheit mit Pestiziden hantieren, die in Europa längst verboten sind. So gerade mit aufgedeckt von der Schweizer NGO Public Eye, die sich seit vielen Jahren für die Verwicklungen Schweizer (und anderer) Unternehmen in weltweiter Ausbeutung und andere kriminelle Aktivitäten interessiert. Und öffentlichen Druck erzeugt, um diese Praktiken zu ändern. Money makes the world go …

Wer sich fragt, warum Pestizide ein so »umstrittenes« Thema sind, wer profitiert und wer oder was leidet, ob Pestizide wirklich so schädlich sind (»Dann wären sie doch verboten, oder?«), dem sei deshalb die Recherche von Public Eye empfohlen … 3 Teile mit den relativ eindeutigen Titeln »Krebs, Fehlbil­dun­gen und Frucht­bar­keits­störungen«, »Pestizide, die Bäuerinnen und Bauern vergiften« und »Die Bienenkiller« … Wer´s lieber ein bißchen bewegter mag: Es gibt auch den ARD-Monitor-Beitrag zur Recherche und der Geschäftspraxis u.a. deutscher Unternehmen, die einen Großteil ihres Gewinns mit hochgiftigen Stoffen erwirtschaften, die in Europa (!) längst verboten sind. Und wer sich darüber hinaus mit der Bedeutung von vielbeinigen Kleintieren für uns und unser (Über-)Leben beschäftigen möchte, dem sei der Insektenatlas empfohlen.

Bleibt nur die Frage: Money makes the world go … exactly where?

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